top of page
Logo Egesheim und Reichenbach

Bürgermeisterwahl: Morris Stoupal kandidiert in Egesheim

  • mstoupal
  • 31. März
  • 3 Min. Lesezeit

Veröffentlicht: 21.03.2026 • 09:00 Uhr


Seit 2023 ist Morris Stoupal ehrenamtlicher Bürgermeister von Bärenthal. Nun will er zusätzlich Hans Marquart beerben und Bürgermeister von Egesheim werden. „Ich habe mir schon lange überlegt, dass ich zusätzlich gerne eine hauptamtliche Bürgermeisterstelle hätte“, sagt Stoupal, der aktuell als stellvertretender Hauptamtsleiter beim Gemeindeverwaltungsverband Donau-Heuberg arbeitet.

Ein Grund sei, „dass mir das Amt einfach Spaß macht“. Die zweieinhalb Jahre, die er nun Bürgermeister in Bärenthal sei, „bereichern mich wahnsinnig“. Zwar sei das Amt nicht einfach, jede Woche stünde er vor einer neuen Herausforderung, die er meistern müsse. „Aber das ist auch meine Motivation, sich da dranzusetzen und sich eine Lösung zu überlegen.“


Mehr zeitlicher Spielraum

Ein weiterer Grund für seine Bewerbung ist, dass er dadurch in seiner Zeitgestaltung flexibler sei. Das komme auch Bärenthal zugute, so Stoupal, der dort auf jeden Fall Bürgermeister bleiben will.

„Als Bürgermeister zählt vor allem das Ergebnis“, sagt er. Weniger, wie er seine Zeit gestalte. „Dann kann ich zur Not auch mal tagsüber stundenweise in Bärenthal aushelfen.“ Dabei sei auch die räumliche Nähe der beiden Gemeinden ein Pluspunkt.

Vor allem aber sei die Attraktivität von Egesheim ein Grund für seine Bewerbung. „Die Gemeinde steht sehr gut da, sie wurde gut geführt.“ Auch der Gemeinderat sei „ein guter Haufen“, der etwas voranbringen wolle.


Mehrfamilienhäuser und Platz der Begegnung geplant

Deshalb will er die Chance jetzt ergreifen und nicht erst in ein paar Jahren, wie es eigentlich sein Plan war. „Die Möglichkeit passt einfach“, sagt Stoupal und erzählt, dass ihn Hans Marquart in einem Nebensatz auch mal auf eine potenzielle Kandidatur angesprochen habe.

Diese will er direkt am ersten Tag der Bewerbungsfrist, am 28. März, einreichen. Auch, um direkt ein Signal an die Bürger zu senden: „Der Wille, etwas zu erreichen, ist da.“

Was das sein wird, darüber hat er bereits mit Gemeinderäten und auch Bürgern gesprochen. „Was viele beschäftigt, ist der Wohnungsmarkt.“ In diesen Zeiten wollten viele Menschen nicht mehr ein Haus mit einem großen Garten bauen, sondern lieber in eine Wohnung ziehen. Daher steht der  Bau von Mehrfamilienhäusern auf seiner Agenda.


Nahversorgung im Fokus

Ebenfalls ein Wunsch aus der Bevölkerung, der an ihn herangetragen worden sei, sei ein Dorfgemeinschaftsplatz, ein Ort der Begegnung. Die Egesheimer Vereine seien sehr aktiv, daher würde er ihnen gerne einen Ort für ihre Feste ermöglichen, so Stoupal.

Auch die Digitalisierung will Stoupal in Egesheim vorantreiben, „sodass die tägliche Arbeit bestenfalls effizienter und einfacher gestaltet werden kann“.

Ebenfalls auf seiner To-do-Liste steht die Nahversorgung. „Wir müssen versuchen, über einen Wochenmarkt oder Verkaufswägen Lösungen zu finden“, so Stoupal. Ähnlich verfahre er aktuell auch in Bärenthal. Nachdem dort der Dorfladen Ende des Jahres geschlossen hatte, kommt aktuell regelmäßig ein Bäcker- und ein Gemüsewagen in den Ort. Zudem sei die Gemeinde auf der Suche nach einem Metzgerwagen.


Keine Kandidatur in Reichenbach

Pläne, das Amt in Bärenthal abzugeben, hat er nicht, betont Stoupal. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass er sich nicht auf die ebenfalls in diesem Jahr frei werdende Bürgermeisterstelle in Reichenbach bewerben wird.


Dort ist bislang ebenfalls Hans Marquart Bürgermeister. Beide Gemeinden hatten immer wieder signalisiert, auch in Zukunft gerne den gleichen Bürgermeister haben zu wollen. Auch wenn die Stelle in Reichenbach - angesichts gesunkener Einwohnerzahlen - künftig wohl nur noch ehrenamtlich sein wird.

Die Frage, ob er nicht auch in Reichenbach kandidieren wolle, sei natürlich auch an ihn herangetragen worden, so Stoupal. Er habe das  mit seiner Familie und Kollegen besprochen. „Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass mir drei Gemeinden in der Summe doch zu viel wären. Ich möchte mich bei meiner Arbeit voll und ganz dem widmen können, was an Arbeit ansteht.“ Bei drei Gemeinden habe er die Befürchtung, dass die Gemeinden in der Summe alle darunter leiden würden.




 
 
 

Kommentare


bottom of page